
02.03.2008
Landesmeisterschaft S-Latein Rheinland Pfalz
Ein Bericht von Rainer Kopf
Am 02. März fanden in Ludwigshafen am Rhein die vom dort beheimateten Tanzzentrum ausgerichteten Landesmeisterschaften von Rheinland-Pfalz statt.
Trotz zweier Paartrennungen und Krankheit von Paaren traten noch sechs Paare an. Mit allen möglichen Einsen ertanzten sich Anton Ganapolski und Natalia Magdalinova unangefochten ihren 10. Landesmeistertitel.
Turnierleiter Kern gab nach der Siegerehrung den Wechsel der beiden ins Profilager bekannt. Nach einer auf höchstem Niveau getanzten Rumba verabschiedeten sie sich vom Publikum, welches für dieses Ausnahmepaar minutenlang frenetisch die Leistungen der letzten Jahre honorierte.
1. Platz: Anton Ganapolskii und Natalia Magdalinova vom TZ Ludwigshafen
Top vorbereitet und auch völlig entspannt präsentierten sich die beiden mit einer Topleistung. Natalias Körperspannung von den Füßen bis in die Fingerspitzen ist beim Betrachten ein wahrer Genuss. Beide zeigen eine tolle Fußarbeit und Anton setzt seine Dame gekonnt ins Bild. Ihre Grundschnelligkeit nutzen sie nicht, um durch ihre Programme durch zu hetzen, sondern um klares und lesbares Tanzen mit hohen Ansprüchen und Schwierigkeiten zu zeigen. Natalia und Anton zeigen immer wieder schönes Paartanzen und es macht Spaß zu sehen, wie ein Herr sich tatsächlich noch um seine Dame kümmert und sich nicht ständig in den Vordergrund tanzen muss.
2. Platz: Dimitri Barov und Liane Frank von der TSA imDJK/MJC Trier
Eine noch recht junge Paarkombination, die durch ihre Finalteilnahme beim Ranglistenturnier in Düsseldorf national auf sich aufmerksam gemacht haben und auch schon bei internationalen Turnieren sehr weit vorne liegen.
Beide zeigten eine fantastische Vorstellung mit einem tollen Look und einer wahrlich aufregenden auf sich aufmerksam machenden Präsenz.
Feines koordiniertes Tanzen steht bei ihnen im Vordergrund. Sie stehen beide gut zueinander und können dadurch gute Verbindungen aufbauen und zeigen. Die verschiedenen Geschwindigkeitswechsel innerhalb eines Tanzes machen die Auseinandersetzung mit der Charakteristik klar und deutlich.
Schön, dass beide so hoch motiviert sind und dies auch dem Betrachter so vermitteln. Ich bin gespannt, wie die Entwicklung dieses hoffnungsvollen Paares weitergeht.
3. Platz Dimitrij Neuendank und Vania Borges von der TSA im DJK/MJC Trier
Als Sieger der vorangegangenen A- Latein Meisterschaft tanzten sie frisch auf und reihten sich klar auf dem dritten Platz ein.
Vania ist ein kleiner Wirbelwind, die sympathisch und freudestrahlend ihre guten Beinlinien inklusive guter Fußarbeit präsentiert. Dimitris Stand wäre noch zu verbessern, was sich dann wieder auf eine bessere Rhythmik und Dynamik auswirkt.
Beide sind auch noch sehr jung und man kann auch bei den beiden gespannt sein, wie sie sich entwickeln.
4. Platz: Johannes Korvad und Katharina Saal vom TZ Ludwigshafen
Durch Krankheit bedingt wirkten beide leider untrainiert und konditionell etwas überfordert. An den Verbindungen sollte noch gearbeitet werden, was sich positiv auf den Bodenkontakt auswirken würde.
5. Platz: Christian Cantzler und Melanie Bauernhansl vom TSC Landau
Beide wirken nach außen hin sehr konzentriert und daher leidet die Ausstrahlung. Technisch sollte unbedingt an den Basics gearbeitet werden, damit eine neue Entwicklung im Paar möglich ist. Gerade in Bezug auf kommende Zehn-Tänze Turniere wäre dies wichtig.
6. Platz: Christian Wieczorek und Rosie Kern vom TZ Ludwigshafen
Eine neue Paarzusammenstellung, die im Hgr II Bereich sicherlich mit vorne dabei sein wird. Sie zeigen gute Entwicklungsansätze, sollten aber auch an ihrer Kondition arbeiten.

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