
03.10.2009
Gebiets-Landesmeisterschaft Nord S-Standard
ein Bericht von
Gerwin Biedermann
Finalist WM Kür Standard
Deutscher Vizemeister Kür Standard
Gebiets-Landesmeisterschaft Nord S-Standard
Die in der
Rübekamphalle in Pinneberg ausgetragene Meisterschaft, war ein
schönes Beispiel dafür, wie man mit viel Engagement seitens des ausrichtenden Vereines, des Vfl. Pinneberg, eine profane Sporthalle in einen schönen, mit warmer Atmosphäre versehenen Tanzsaal verwandeln kann.
Der 1. Vorsitzende Edgar Hassfurther und sein Team führten unter den Augen des Ehrenvorsitzenden der Tanzportabteilung Gerd Stockmann, die Zuschauer und Paare zügig und routiniert durch den Abend.
Es gingen Leider nur 16 Paare an den Start, wobei die Vorjahresfinalisten und Lokalmatadoren René und Yvonne Marquardt verletzungsbedingt nicht an den Start gehen konnten.
Ebenfalls nach dem Ersten Tanz ausscheiden mussten wegen Krankheit Dumitru Doga / Sarah Ertmer vom TSC Astoria Norderstedt.
1. Platz, Michael Wenger & Melanie Ahl, TSA im Vfl. Pinneberg
Klarer Sieger ab dem ersten Tanz. Sie hatten in diesem Turnier keine Gegner
zu fürchten. Das ohnehin raumgreifende und sehr schön elegante Tanzen wurden von den beiden in letzter Zeit ergänzt durch den Mut, in allen Tänzen rhythmisch differenzierter und somit ausdrucks- stärker zu tanzen. Sehr deutlich wurde das speziell im Tango, der, wie die anderen Tänze nun auch, einen neuen, bisher nicht zu sehenden Anspruch signalisiert.
Solche Entwicklungen sind notwendig und sieht man gerne! Bitte mehr davon!
2. Platz, Felix Teufert & Anne Weber, Braunschweiger TSC
Der Vorjahreszweite konnte sich diesmal, wenn auch knapp, auf den zweiten Platz vorarbeiten, d.h. das Paar konnte den Vorjahresmeister Hermann/Hissnauer schlagen. Druckvolles, sportliches Tanzen kombiniert mit einem sehr positiven Erscheinungsbild, ließen an dem Ansinnen des Paares, anzugreifen, keinen Zweifel aufkommen. Mental schienen die beiden optimal eingestellt. Obwohl das Paar den Mut besitzt, das Gewicht frei mitzunehmen, wünscht man sich als Zuschauer noch den Eindruck leichterer Bewegungen und zeitweilig mehr schwebender Momente. Man darf auf die Zukunft gespannt sein.
3. Platz, Stanislaw Hermann & Cathrin Hissnauer, TSA d. TSV Glinde
Die Sieger der letzten Meisterschaft hätten auch in diesem Jahr durchaus wieder einen besseren Platz belegen können – Platz Zwei und Drei waren durchaus austauschbar. Das Paar ging weitaus frischer und dynamischer an das Turnier heran, als man es von ihm gewohnt ist! Das tat Ihnen gut und machte Spaß beim Zusehen! Würden sich die Positionen der Körper innerhalb des Paares noch ein wenig mehr klären, käme noch eine gute Qualität hinzu, die dann der Dynamik in nichts nachsteht würde.
Wahrscheinlich ist diese Weiterentwicklung ohnehin nur eine Frage der Zeit.
4. Platz, Andrej Plotkin & Jorlanda Geier, TSG Creativ Norderstedt
Die beiden stehen zu sich – Tanzen und Outfit werden selbstbewusst
präsentiert. Eine Grundvoraussetzung für Erfolg. Sie tanzen engagiert und schonen auch sich selbst nicht – so kann die Dynamik des Herrn manchmal der tänzerischen Entfaltung der Dame im Wege stehen und dafür sorgen, dass das Schultergewicht zu weit nach oben läuft. Berücksichtigt man die „Jugend“ des Paares, so weiß man, dass bestimmte Stationen in der tänzerischen Entwicklung von jedem Tanzpaar durchlaufen werden müssen und auch von den beiden zwangsläufig gemacht werden.
Also: weiterhin positive Entwicklung garantiert.
5. Nico Izzo & Mandy Izzo, 1.SC Norderstedt
Sie bieten ein quirliges Tanzen an, was kurzweilig anzuschauen ist und dafür sorgt, dass sie immer wieder im Auge des Betrachters landen. Auch ihnen kann man zum erreichen des Finals gratulieren, da es im Vorfeld des Turniers, zumindest rein rechnerisch, nicht unbedingt selbstverständlich gewesen wäre, in dieser Runde mitzutanzen. Stilistisch können die beiden noch nachlegen und mit z.B. einer besseren Position der Dame viel zusätzliches Potential ausschöpfen.
6. Thomas Jauerneck & Melanie Heider, TSA im SC Neubrandenburg
Die Freude über das Erreichen des Finals war den beiden die ganze Zeit anzusehen! Da fühlt man sich als Betrachter am richtigen Ort und lässt sich gern anstecken. Glaubwürdigkeit – vielleicht sogar Authentizität - ist ja leider so selten anzutreffen. Sie tanzten daher frei und locker auf und zeigten, was sie können. Dennoch konnten sie leider ihre Schwünge noch nicht voll entfalten, da die Körperstellung bei der Schwungentstehung noch zu frontal ist. Auch das ist nur eine Frage der Zeit.
Man wird die Entwicklung verfolgen.
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