12.04.2009

IDSF Latein Blaues Band der Spree

 

ein Bericht von Anna Karina Moosmann

 

Deutsche Vizemeisterin  Profi Latein

Deutsche Meisterin und Vize- Europameisterin Profi Kür Latein
 

 

 

 

 

Blaues Band der Spree 2009 - Die Bundeshauptstadt glänzte auch tänzerisch

 

Mit dem IDSF Turnier in den lateinamerikanischen Tänzen am Sonntag Abend erreichte die Veranstaltung um das   "Blaue Band der Spree"   einen weiteren seiner Höhepunkte. 106 Paare aus verschiedenen Nationen trafen sich, um einander zu messen in Bereichen wie :

tänzerisch technische  Perfektion , Musikalität, Ausdruck und Rhythmus.

Strahlender Sonnenschein,  sehr viele begeisterte Zuschauer auf engstem Raum und die überobligationsmäßige Motivation der Paare, verwandelten die Halle des Sportzentrums Siemensstadt zeitweilig in einen Hexenkessel.

12 Paare gleichzeitig auf dem Parkett forderten nicht nur von den  Akteuren sondern auch von den Juroren absolute Höchstleistungen. Dies insbesondere deshalb, da nahezu die Hälfte der startenden Paare extrem starke Leistungen zeigten. Nach mehr als sechs Stunden hatten sich die Wertungsrichter auf sieben Finalisten festgelegt.

 

7. Platz Sergey Pluyta - Debbie Seefeldt ( GER) 

Die Überraschung des Abends.  Eine super Leistungssteigerung von Runde zu Runde. Sehr gute Hüft- und  Beinarbeit der Dame sowie tolle, individuelle Bewegungen des Herren mit guter Präsenz überzeugten das Publikum und die Wertungsrichter.  Mehr Kreativität in den Armbewegungen der Dame und eine verbesserte Verbindung im Paar sichern den weiteren Erfolg.

 

6. Platz  Fedor Polyannskiy - Karine Galustyan ( RUS)

Energie pur von der ersten bis zur letzten Runde. Viel Emotionalität, die in Kombination mit  Dynamik zu starker Individualität verhalf. Etwas mehr Ruhe und kontrollierte  Akzente in den Tänzen würden sie reifer aussehen lassen.

 

5. Platz   Alexander Kravchuk  - Olesja Getsko (UKR)

Ein sehr elegantes Paar mit vielen schönen, weichen Armbewegungen, welche ihnen in den Tänzen Rumba und Pasodoble zu einem besonders ausdrucksstarken Tanzen verhalfen. Sie hinterließen einen sehr harmonischen Eindruck und waren berechtigt im Finale. In den schnellen Tänzen wünschte man sich eine bessere  Rhythmik und Dynamik.

 

4. Platz Sergey Bondarenko- Elena Zverevshikova (GER)

Eine gute Entwicklung konnte man bei diesem Paar feststellen. Die Darbietungen waren kontrolliert, klar und sehr durchdacht. Besonders beeindruckten die weichen, ästhetischen Bewegungsabläufe , die beide Tänzer beherrschen. Das Paar harmonierte sehr gut miteinander. Geschwindigkeit und Energiewechsel könnten den Beiden zu noch mehr Erfolg verhelfen.

 

3. Platz Valentin Voronov - Alina Imrekova ( RUS) 

Das Paar begeistert durch eine  stark ausgeprägte Rhythmik,  optimale Armlinien und eine sehr starke Präsenz des Herren.  Ihre  Performance war perfekt austrainiert und sie  ließen keinen Zweifel an dem Willen um Platz 1-3 zu kämpfen. Mir  fehlte allerdings ein wenig das Gefühl und der Spaß an Bewegung und Musik. Dadurch wirkten die Tänze oft emotional gleich und wenig spannend.

 

2. Platz Sergey Tatarenko - Viktoria Tatarenko (GER)

Spitzenleistung. Tolle Energiewechsel im Paar sowie eine sehr gute Grundgeschwindigkeit und Balance.  Es macht Spaß den Beiden zuzuschauen . Ein sehr souveräner und spielerisch gekonnter  Auftritt, der nie an Spannung verliert. Vielleicht verhilft Ihnen das eine oder andere mutige Highlight zu einem direkten Sieg.

 

1. Platz  Zufar Zaripov - Anna Ludwig Tchemodourova (AUS)

Ein Gewinner auf den 2. Blick. In den ersten Runden ein wenig unscheinbar, überzeugte dieses Paar zum Ende des Turniers mit einer unheimlich starken Performance des Herren, super Rotationsgeschwindigkeit von Beiden und rhythmisch ausgearbeiteten Choreografien.  Mit einem sehr guten Wechsel zwischen den langsamen und  schnellen Passagen in allen Tänzen wirkten sie souverän und konnten das Turnier für sich entscheiden.

 

Abschließend kann man sagen, dass die sehr unterschiedlichen Meinungen der Jury die enorme Leistungsdichte der Finalisten widerspiegelten.  Dadurch konnte die Spannung des Turniers bis zum Schluss aufrecht erhalten bleiben, was den Veranstaltern erneut einen erfolgreichen Tag bescherte.

Das Blaue Band der Spree ist eben längst zum absoluten Branchenevent geworden.

 

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