
28.02.2009
Landesmeisterschaft Hessen S-Latein
ein Bericht von Rainer Kopf /
Fotos hier
Bei guter Stimmung im
Bürgerhaus Viernheim tanzten leider nur 7 Paare um den Titel. Die
Meisterschaft war gut organisiert und Karl-Peter Befort mit seinem Team machte eine sehr
angenehme Turnierleitung.
Ein ganz persönlicher Kritikpunkt vorneweg: Es gibt in Deutschland nur wenige bis gar keine
Damen, bei denen lange offene Haare beim Tanzen gut aussehen. Man bereitet sich das ganze
Jahr auch auf diesen Höhepunkt der Saison mit viel Arbeit, Geld und Aufwand vor.
Doch zum Schluss fehlt anscheinend die Zeit sich die Haare zu ordentlich zu frisieren.
7. Platz: Christian Wieczorek & Andrea Rhinow Conrad aus Viernheim
Eine neue Zusammenstellung, die in der HGR II sicherlich gute Möglichkeiten haben,
vorne mit zu tanzen.
6. Platz Christoph Henkel & Olga Perechitova aus Kassel
Die Tänze werden durchgerannt und man sieht nur Bewegung. In keiner Phase sind Momente, wo
klare Beinlinien oder Positionen zu erkennen sind. Olga könnte sich mehr auf Christoph verlassen,
dass er sie führt. Stattdessen tanzt sie musikalisch vorneweg und verliert die Verbindung zum
Partner. Die Voraussetzungen, das schnell zu verbessern haben sie auf jeden Fall.
5. Platz Christopher Costea & Angelika Mkrtchjan aus Aschaffenburg
Die Sieger und Aufsteiger aus der A Klasse tanzten unbeschwert ins Finale und je mehr Runden sie
tanzten umso satter benutzten sie den Boden, was dem Rhythmus und der Qualität der
Bewegungen nur gut tun konnte. Wenn sich die Paarwirkung verbessert und auch ein wenig das
Motto: Höher, Schneller, Weiter wieder über Bord geworfen wird, haben sie sicherlich eine viel
versprechende Zukunft.
4. Platz Michael Levin & Darja Titowaaus aus Kassel
Sauberes klares Tanzen was sich nicht verstecken braucht. Aber genau das machen die beiden
manchmal. Michael führt seine Dame mit wenigen Impulsen sehr gut. Die Verbindung ist ständig da
und die Rolle Mann- Frau ist sehr schön zu sehen
(Was bei manchen Paaren leider nicht klar zu erkennen ist)
Darja macht macht teilweise bei den Basics zu große Schritte, was sie auf die Außenkante des
Schuhs bringt und dadurch unbalanciert aussieht.
Es hat Spaß gemacht, ihnen zuzuschauen, (obwohl ich das Kleid nicht ganz verstanden habe)
3. Platz Wolfram Hörr & Natalja Li aus Wiesbaden
Das einzige, was mich an diesem Abend etwas gestört hat ist, dass Wolfram sich manchmal
während des Tanzes nach oben schraubt und dann den satten Kontakt zum Boden nicht mehr
bekommt. Ansonsten ein Lateinpaar, wie man es sich vorstellt. Guter Rhythmus, klare und saubere
Bewegungen. Natalja hat eine erfrischende Ausstrahlung und man sieht ihr die Begeisterung für
das Tanzen an.
2. Platz Dimitri Barov & Tasmin Spamer aus Gießen
Auch ein neues Paar, welches sich gleich vorne, wenn auch knapp, etabliert hat. Es gab zwar
manchmal noch kleine Abstimmungsprobleme, aber das tat hier keinen Abbruch. Tasmin sprüht vor
Begeisterung und Dimitri ist mir in diesem Punkt etwas zu emotionslos. Wobei er sich aber sehr um
seine Dame kümmert und ihr mit seiner klaren Körperführung den Raum gibt, sich gut zu
bewegen. Ich bin sehr gespannt , wie die beiden sich weiterentwickeln.
1. Platz Stanislav Galinov Kaltchev & Mihaela Hari Ganeshavel aus Darmstadt
Klare und überlegene Sieger mit allen Einsen und austrainiertem Tanzen. Beide sind tolle Tänzer,
die auch viel ihrer Persönlichkeit mit auf die Fläche bringen.
Manchmal habe ich das Gefühl, dass Stanislav seine Partnerin übertanzen möchte, sie dem aber
selbstbewusst Paroli bietet und sich mit tollen Beinlinien, extremen Balancen und Ausdrucksstärke
dagegen wehren kann. Er ist ein austrainierter Sportler, der aber noch mehr Gefühl zeigen kann,
was den Zuschauer mehr anspricht.
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