
22.11.2009
Weltmeisterschaft Professional Latein, Blackpool
ein Bericht von
Joachim Llambi
Der Höhepunkt eines jeden Tanzjahres ist die WM der Profis in den latein-amerik. Tänzen.
Dieses Jahr fand diese prestigeträchtige Meisterschaft im altehrwürdigen
Wintergardens in Blackpool statt.
54 Paare aus 34 Ländern nahmen an der Meisterschaft teil. Wertungsrichter waren: Jason Gilkinson (AUS), Soffie Dalsgaard (DEN), Jukka Haapaleinen (FIN), Josette Gerard (FRA), Joachim LLambi (GER), Hazel Fletcher (GBR), Alessia Manfredini (ITA), Akihiko Sato (JPN), Karolina Felska (POL), Igor Kondrashov (RUS), Melissa Dexter (USA).
Weltmeister: Michal Malitowski / Joana Leunis - Polen (1/1/1/1/1)
Gewannen alle Tänze äußerst knapp gegen die Zweit- bzw. Drittplazierten. Technisch auf höchstem Niveau, mit sehr viel Tempo, darunter litt aber die Musikalität in allen Tänzen.
2. Platz: Riccardo Cocchi / Yulia Zagoruychenko – USA (2/3/2/3/2)
Tanzten wie immer, viel Aktion, aber je länger und je öfter man sich das Paar anschaut, je langweiliger werden die beiden. Musikalität geht gegen null, zu Gunsten von Tricks und Showelementen.
3. Platz: Franco Formica / Oxana Lebedew – Deutschland (3/2/3/2/3)
Tanzten wohl das beste gemeinsame Turnier. Das Ergebnis war ganz knapp zu den beiden vorderen Paaren. Man könnte meinen, beide waren in Bad Kissingen im August und haben sehr gut zugehört beim Thema „Mit Musik geht alles leichter“. Tolles, charakteristisch passendes Tanzen auf Topniveau. Das Outfit, speziell im Finale, war schon weltmeisterlich. Nächstes Jahr wird es womöglich auch der Platz sein J
4. Platz: Markus Homm / Ksenia Kasper – Deutschland ( 5/4/5/4/4)
Super Tanzen von der ersten Runde an. Haben allen gezeigt, dass die letzten Platzierungen kein Zufall waren. Es war ein spannender Fight gegen die Fünftplatzierten, der am Ende auf Grund des besseren Partnerings hoch verdient war.
5. Platz: Andrej Skufca / Melinda Torokgyorgy – Slowenien (4/5/4/5/5)
Erstmalig bei einer WM in dieser Kombination am Start. Andrej wirkte im Verhältnis zu Melinda etwas behäbig. Auch merkte man, dass es der neuen Paarung etwas an Abstimmung fehlte. Hatten mit den ersten drei Plätzen nichts zu tun.
6. Platz: Eugene Katsevman / Maria Manusova – USA (6/6/6/6/6)
Waren in diesem Feld überglücklich im Finale zu sein. Mehr als der sechste Platz war nicht drin. Sind teilweise nicht zu sehen, ihnen fehlt die Aura und das tänzerische Vermögen der anderen fünf Paare. Bester Tanz: Jive.
Insgesamt eine tolle WM, mit einem Superergebnis aus deutscher Sicht. Also, alles ist bereitet für den Showdown im nächsten Jahr ( 20.11.2010 ) in Bonn.
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Joachim Llambi