
12.02.2011
Landesmeisterschaft Berlin S-Latein
ein Bericht von Janet Marmulla
Tanzsporttrainerin A
Das war doch einmal wieder ein adäquater Rahmen für eine Berliner Meisterschaft der höchsten Startklassen! Das festlich geschmückte
Palais am See gab aufgrund seiner Grösse den Zuschauern die Möglichkeit, eine "Super Atmosphäre" zu schaffen.
Aber nun zum Turnier.
Das mit sieben Paaren besetzte Finale war für die Tänzerinnen und Tänzer natürlich eine echte Herausforderung, da die Tanzflächen kleiner war als man es gewohnt ist.
1. Platz
Viktoria und Sergey Tatarenko
Zu keinem Moment zweifelte ich an Ihrem Sieg mit allen Bestnoten.Victoria überzeugte mit einer grossen Präzision trotz hoher Geschwindigkeit, wunderschöner Fussarbeit und strahlend- temperamentvoller Weiblichkeit. Sergey stellte wieder einmal unter Beweis, dass er zu den besten der Welt gehört! Er setzt Musik in Bewegung um wie kein anderer und bietet eine Ästhetik, die deutlich macht wie bewusst er nicht nur jeden Bereich seines Körpers- sondern auch jede Phase der Choreographie miteinander verbindet.
2. Platz
Anastasia Bodnar und Ilie Bardahan
Auch sie zeigten vom ersten Schritt an, dass sie auf´s Treppchen wollten. Eine schöne Paarharmonie entsteht bei den beiden durch ein sehr ausgeprägtes Rollenspiel. Technisch gut ausgebildet verstehen sie es das Publikum in ihren Bann zu ziehen.
3. Platz
Maike Wende und Paul Rutkowski
Sicherlich die Überraschungs-Dritten! Mit einer doch sehr unsicheren Darbietung konnten sie zumindest die Mehrheit der Wertungsrichter überzeugen. Sie nutzten ihre Erfahrung und verkauften sich bestmöglich.
4. Platz
Sandra Koperski und Steffen Zoglauer
Die "Verlierer des Abends", die nach ihrem Gewinn der Meisterschaft im vergangenen Jahr sicher mit einem Treppchenplatz rechneten, konnten an diesem Abend die Juroren nicht überzeugen. Grund dafür könnte sein, dass sich ihr Tanzen auf Volumen und Dynamik aufbaut, zwei Komponenten die auf dieser kleinen Fläche nicht besonders gefragt waren.
5. Platz
Ekaterina Kalugina und Andrey Kitsun
Bei diesem Paar hatte ich nicht das Gefühl, dass sie ein Ziel anpeilten. Sie zeigten eine technisch ordentliche Leistung, die allerdings Persönlichkeit und den Einsatz des gesamten Körpers vermissen lies. Mehr Mut und ein grösserer Ideenreichtum könnte helfen.
6. Platz
Maria Hirnich und Alexander Chudin
Ein Paar, das mit seinem Ergebnis sehr zufrieden sein kann. Der Herr konnte sein Bewegunstalent unter beweis stellen, ein häufiger Mangel an Musikalität stört allerdings den positiven Eindruck. Die Dame braucht sicher noch ein wenig Zeit um an die Qualität der Konkurrentinnen heranzureichen.
7. Platz
Aigolim Gerich und Gregor Bronstein
Der Wille einen guten Platz bei diesem Turnier zu belegen tanzte in jeder Sekunde mit. Unglaubliche Präsenz liess einen immer wieder auf dieses Paar aufmerksam werden, obwohl weniger oft mehr wäre und ich mir für ihre Zukunft ein reiferes- technisch wertvolleres Tanzen wünschen würde.
Janet Marmulla

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